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Myome der Gebärmutter

Myome sind gutartigeKnoten, die sich aus dem Muskel- und Bindegewebe der Gebärmutter entwickeln. Schätzungsweise jede vierte Frau (über 30 Jahre) ist davon betroffen. 

Myome kommen familiär gehäuft vor, die genaue Ursache ist nicht bekannt.

Häufig wird diese Diagnose nur als Zufallsbefund während einer Ultraschall-Untersuchung gestellt, denn kleine Myome verursachen meist gar keine Beschwerden. Erst bei größeren dieser Muskelknoten oder bei ungünstiger Lokalisation in der Gebärmutter machen sich Symptome bemerkbar: Starke und langanhaltende, oft schmerzhafte Regelblutungen, gelegentlich auch ein Druckgefühl im Unterbauch und auf die Harnblase. Die Gefahr einer Entartung ist äußerst gering. Myome müssen also nicht in jedem Falle behandelt werden.

Im Vordergrund der Therapieverfahren sollte vor allem die Linderung der individuellen Beschwerden stehen. Neben naturheilkundlichen Verfahren (z.B. Mönchspfeffer) stehen bei milder Symptomatik auch leichte hormonelle Medikamente (z.B. die Mikropille, Gelbkörperhormon) zur Verfügung. Starke Regelblutungen werden einfach und effektiv mit einem Enzympräparat (Tranexamsäure) nach individuellem Bedarf gelindert.

Eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) ist heute oft vermeidbar. Operative, gebärmutterschonende Verfahren (im Rahmen einer Bauchspiegelung) werden vorzugsweise bei Frauen angewandt, die noch Kinderwunsch haben.

Eine relativ neue, ebenfalls organerhaltende Therapiemethode ist die Myomembolisation, die nur in speziellen Kliniken durchgeführt wird. Bei diesem Verfahren wird ein kleiner Katheter durch die Leistenarterie in die blutversorgenden Gefäße des Myoms dirigiert. Kleine Polyacrylpartikel werden dann über den Katheter injiziert, um die entsprechenden Arterien zu blockieren. Dadurch kommt es zu einer Schrumpfung der Myome. Dieses Therapieverfahren sollte nicht bei Frauen angewendet werden, die noch Kinderwunsch haben. Die postoperative Phase kann von stärkeren Schmerzen und Fieber begleitet sein.

Seit 2012 ist ein neues Medikament (Ulipristal) verfügbar, dass bei nur geringen Nebenwirkungen die Myome deutlich schrumpfen lässt. Es wird über drei Monate als Tablette eingenommen und ermöglicht anschließend eine wesentlich sanftere operative Myomentfernung (meist per Bauchspiegelung). Dieses Verfahren eignet sich besonders für Frauen mit Kinderwunsch oder im Falle sehr großer Myome.

Nach umfassender Diagnostik ist es mir wichtig, Ihnen die Befunde und Therapiemöglichkeiten verständlich zu erläutern.

 

www.uterus-myomatosus.net/

www.frauenaerzte-im-netz.de/de_news_652_1_1086.html