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Therapie

Liegen die Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches nur im hormonellen Bereich, so kann durch eine gezielte, oft sogar nebenwirkungsfreie Hormontherapie (z.B. mit Clomifen) unter Beobachtung der Reifung der Eibläschen (Follikel) im Ultraschall, häufig ein Erfolg erzielt werden. Dieses Verfahren wird seit vielen Jahren in meiner Praxis durchgeführt und zeigt bei leichten Hormonstörungen oft gute Erfolge.

Mögliche Verwachsungen oder Endometrioseherdeim Bauchraum können meist unkompliziert während einer Bauchspiegelung (Laparaskopie) in Narkose beseitigt werden. Im Regelfall ist kein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus dazu erforderlich.

Bei dem Vorliegen von Myomen, die unmittelbar unter der Gebärmutterschleimhaut liegen, kann eine operative Entfernung mittels Gebärmutterspiegelung in der Klinik erforderlich sein.

Bei einem Verschluss der Eileiter oder schweren Störungen der männlichen Fruchtbarkeit ist eine direkte Vorstellung in einem Kinderwunschzentrum zu empfehlen. 

In leichteren Fällen besteht die Möglichkeit, die aufbereitete Samenflüssigkeit mittels Katheter direkt in die Gebärmutterhöhle zu injizieren (Insemination).

Der letzte medizinische Schritt auf dem Weg zum Wunschkind ist die künstliche Befruchtung ("in-vitro-Fertilisation" oder kurz gesagt: IVF). Diese Therapie ist nur spezialisierten Zentren (Kinderwunschklinik) vorbehalten. Nach einer speziellen Hormonbehandlung werden der Frau in Narkose Eizellen entnommen und außerhalb des Körpers befruchtet ("in vitro", d. h. "im Reagenzglas") und wenige Tage später in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Das Verfahren ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) wird sehr oft zusätzlich angewandt, wenn schwerwiegende Störungen der Spermien vorliegen, hierbei werden die Samen mittels einer hochspezialisierten Feinnadeltechnik unter mikroskopischer Sicht direkt in die Eizelle injiziert.

Seit den 1980er Jahren wurden die Verfahren der künstlichen Befruchtung immer weiter verfeinert, so dass heute von einer Erfolgsquote von 30 bis über 40 Prozent ausgegangen werden kann.